Teltower Grüne fordern naturverträgliche Erweiterung des Helmholtz-Zentrums

Die geplante Erweiterung des Instituts für Biomaterialforschung sorgt für neuen Ärger unter den Anwohnern in Teltow-Seehof. Zuletzt hatten Ende November des vergangenen Jahres umfangreiche Baumfällungen im Sabersky-Park für erhebliche Unruhe gesorgt. Nun soll ein ca. 1,4 ha großes Gebiet, eine ehemalige Heizhausfläche, zwischen Kantstraße, Schillerstraße, Fritz-Reuter-Straße und Hauffstraße mit fünf bis zu 14 m hohen Gebäuden bebaut werden. Für Unmut sorgt insbesondere, dass von der teilweise bewaldeten Fläche nur noch ein 10 m breiter Grünstreifen im westlichen Bereich übrig bleiben soll. Anwohnerinnen und Anwohner sammeln nun Unterschriften für den Erhalt des Waldes.
“Wir Bündnisgrüne unterstützen die Anwohnerinnen und Anwohner, die sich für eine naturverträgliche Erweiterung des Forschungscampus einsetzen. Teltow ist bereits jetzt eine der waldärmsten Städte Brandenburgs, wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Waldflächen in unserer Stadt”, so Markus Schlaab, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen Teltow. Martin Emmendörffer, Einwohner aus Teltow-Seehof und aktiv in der Anwohnerinitiative ergänzt: „Die 5 geplanten 14 m hohen dreigeschossigen Baukörper fügen sich überhaupt nicht in das ortsytpische Wohnumfeld ein. Die geplante Neuversiegelung von 5.800 qm beeinflußt außerdem negativ die Grundwasserneubildung. Den wertvollen Wald als Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt wollen wir erhalten. Auch hat der Wald für uns Menschen wichtige Funktionen für CO2-Bindung, Frischluftenstehung und Luftreinhaltung. Daher lehnen wir die vorliegende Erweiterungsplanung ab. Gleichwohl sind wir an einem Gespräch mit dem Helmholtz-Institut interessiert.”

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