L794: Großbaustelle in Ruhlsdorf für 1,5 Jahre beginnt.

Ab dem 29.03. beginnen die Bauarbeiten zur Sanierung der Landesstraße L794 in der Ortsdurchfahrt Ruhlsdorf. Die Stadt hatte die Bürger:innen in Ruhlsdorf dazu am vergangenen Freitag per Briefeinwurf informiert (siehe hier und die Webseite der Stadt Teltow)

Für die Bauzeit bis voraussichtlich August/September 2022 ist eine großräumige Umleitung angekündigt.

Sicherheit für Radfahrer und Schulkinder? Ersatzpflanzungen? Was verbessert sich?

Noch immer warten die Ruhsdorfer:innen auf ausführliche Informationen zu den konkreten Planungen. Nach der Fällung der Eichen zeichnet sich jedoch bereits ab, dass die erhofften Verbesserungen sich anders gestalten werden, als bisher angenommen:

  • Es wird keinen separaten Radweg geben, sondern nur Fahrradstreifenmarkierungen auf der Straße.
  • Es wird keine Ersatzpflanzungen direkt an der Ortsdurchfahrt Ruhlsdorf geben, da entweder kein Platz dafür ist oder Leitungs- und Rohrnetze im Boden dies verhindern.
  • Auf der Wiesenfläche gegenüber Hammer wird eine neue Bushaltestelle angelegt. Die bisher bestehende Haltestelle wird somit auf die gegenüber liegende Straßenseite gebaut. Schulkinder müssen zukünftig die Landesstraße am Fußgängerstreifen überqueren.
  • Es wird nach den Baumaßnahmen wieder auf Tempo 50 gehen. Nur der Teil zwischen Hammer und Ampel soll Tempo 30 bleiben.

Ob dieser Ausbau zu mehr Sicherheit für Kinder und Radfahrer führt, darf bezweifelt werden. Ziel des Ausbaus ist es vielmehr einen ungehinderten Verkehr auf dieser Straße zu ermöglichen.  Denn die Ortsdurchfahrt Ruhlsdorf ist Teil einer verkehrsreichen Nord-Süd-Tangente, um das Umland besser an die Stadt und den Berliner Süden anzubinden. Spätestens mit dem Neubau der Knesebeckbrücke und dann dem Wegfall der Begrenzung auf 7.5 Tonnen, wird dadurch auch der Schwerlastverkehr über die Straße weiter zunehmen.

Tempo 30 und keine LKWs über 7.5t durch Ruhlsdorf

Deshalb werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass nach der Baumaßnahme

  • Tempo 30 in der gesamten Ortsdurchfahrt und
  • ein Verbot für LKWs größer 7.5t

festgelegt wird.

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1 Kommentar

  1. Roland Schmid

    Zu dieser Ausrede des Baulastträgers es könnten angeblich keine neuen Straßenbäume direkt an der Ortsdurchfahrt Ruhlsdorf gepflanzt werden, da Leitungs- und Rohrnetze im Boden dies verhindern:
    In meiner eigenen beruflichen Praxis habe ich erlebt wie dies praktiziert wird. Sogar in der Dritten Welt habe ich gesehen wie die dortigen Firmen Stahlguss-Schutzrohre in die Erde verlegt hatten in die dann die Leitungen fachmännisch eingezogen wurden. Und sogar tropischer Wurzelwuchs konnte dann die Leitungen nicht beschädigen.
    Zu dieser Ausrede, dass kein Platz für neue Straßenbäume vorhanden ist. Da muss die Ursache klar benannt werden:
    Weil üblerweise eine Verbreiterung der Fahrbahn vorgesehen ist, damit auch große LKWs mit Tempo 50 im Begegnungsverkehr aneinander vorbei rasen können!
    Detailerläuterungen im Text unter folgender Aufhellung der tatsächlichen Zusammenhänge: http://www.ipernity.com/doc/2016556/49540280

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